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Kultur & Heimat MUNSTER Sehen & Hören & Staunen

 

Wir fördern und erweitern das kulturelle Leben in der Stadt Munster durch

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  • Wanderungen in  Natur und Umgebung
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  • ... und etliches mehr

 


Impressionen - Munster, Umland & mehr

Glaskunst, Haydn-Orchester, Stadtbücherei, Wassermühle, Schäfergruppe, Lilli Marleen, Niedersachsenbrunnen...

                                                                    Bilder:

Fotos, Filme, Skizzen, Pläne, Zeichnungen, Grafiken, Drucke, Silhouetten, Gemälde,

Plastiken, Skulpturen, Modelle ...

 

 

Menschen und Lebewesen vergehen, Bilder überdauern.

    Bilder sind festgehaltene Erinnerungen.

        Erinnerungen beinhalten gemachte Erfahrungen.

            Erfahrungen der Vergangenheit lassen in der Gegenwart planen und handeln.

                Planungen und Handlungen der Gegenwart prägen die Zukunft.

 



Mal eben draufgeschaut...

Freiwillige Feuerwehr Munster

 

          Der Seniorenbeirat der Stadt

zu Besuch im Feuerwehrhaus
                                       

 

Bildfolge: Feuerwehr 1948 | Einsatzbeispiele | bewegliche Kommandozentrale | ältestes Löschfahrzeug - noch immer einsatzbereit | persönliche Ausrüstung | Alarmstiefel | Fahrzeughalle | neueres Kfz | älteres Kfz | TLF: TankLöschFahrzeug/16 bar Druck/4500 Liter Wasser/300 Liter Schaum | Platz zwischen den Fahrzeugen | Einweisung Feuerlöscher | Pulverlöscher Einsatz | Pulverqualm| Schaumlöscher | Michael Kammstieß | zusätzliche Einsatzlogistik |


Donnerstag, der 21. März, war ein kühler, bedeckter Tag, aber kalt war den Besuchern am Nachmittag nicht. Ortsbrandmeister Michael Kammstieß und sein Feuerwehrkamerad Rudolf Töpperwien boten ein ebenso lehrreiches wie unterhaltsames Programm zu den Themen "Ortsfeuerwehr Munster" wie "Brandschutz in den eigenen vier Wänden" - einschließlich einer praktischen Einführung in den Gebrauch von Feuerlöschern.

 

Mit einprägsamen Bildern zeigte Michael Kammstieß Beispiele zu Einsätzen im vergangenen Jahr - und demonstrierte anhand eines Balkendiagramms, dass die Einsatzhäufigkeit einen stetig zunehmenden Trend aufzeigt. Gab es 2008 noch 60 Einsätze zu Bränden, waren 2018 bereits 120 Brandlöschfahrten zu verzeichnen.

Mit sichtlichem Stolz berichtet der Ortsbrandmeister, dass zwischen Alarmierung und Ausrücken des ersten Fahrzeugs in der Regel 3 Minuten liegen - für eine freiwillige Feuerwehr ein hervorragendes Ergebnis.

Diese enorm kurzen Reaktionszeiten sieht Kammstieß darin begründet, dass sehr viele Feuerwehrleute in nächster Nähe zum Feuerwehrhaus wohnen, aber auch, dass alles schon im Vorfeld durchdacht und geplant ist: An den Türen zu den Garagenhallen hängen fertige Verzeichnisse, in welcher Reihenfolge die Fahrzeuge je nach Art des Einsatzfalles die Hallen verlassen. Und was auf den ersten Fall nachlässig aussieht, erweist sich als höchst sinnvoll: Stiefel, die noch in den Hosen stecken. "Eine Feuerwehrhose muss nicht gebügelt sein. Rein in die Stiefel, Hose hochziehen - fertig!" erklärt Kammstieß knapp bei seiner Führung durch die Hallen.

 

Brandschutzausbilder Rudolf Töpperwien zeigte mögliche Ursachen für Brände in den eigenen vier Wänden auf. Das durch Ablenkung auf dem heißen Herd vergessene Essen, unbeaufsichtigt brennenden Kerzen auf  brennbaren Unterlagen, überlastete Mehrfachstecker bei zu dünnen Kabelquerschnitten an Verlängerungskabeln oder unfachmännisch selbst gebastelte Mehrfachstecker sind häufige Auslöser von Bränden.

 

Michael Kammstieß ergänzt um den Hinweis, dass die meisten Menschen nicht durch die Flammen, sondern durch Rauchvergiftungen zu Tode kämen.

 

Zum richtigen Verhalten im Falle eines Brandes rät der Ortsbrandmeister:

 

- Wenn man Haus oder Wohnung wegen eines Feuers nicht mehr verlassen kann,

Türen schließen, damit kein Durchzug das Feuer verstärkt - und der Rauch außerhalb des Zimmers oder der Wohnung bleibt.

- Ruhe bewahren und 112 anrufen. Wichtig ist, dass man solange die Verbindung mit der Notrufzentrale aufrecht erhält, bis von dort aus das Gespräch beendet wird.

Wenn der Anrufer vorschnell auflegt, können keine Rückfragen mehr erfolgen und der Einsatz verzögert sich ...

 

In Niedersachsen sind Rauchmelder seit dem 31.12.2015 in allen Wohnungen vorgeschrieben, und zwar für alle Schlaf- und Kinderzimmer, sowie für alle Flure, die als Rettungswege aus Aufenthaltsräumen dienen.

 

Wer Feuerstellen wie offene Kamine oder mit Holz oder Kohle etc. befeuerte Öfen betreibt, sollte zusätzlich CO- Warnmelder anbringen. Kohlenmonoxid ist ein unsichtbares, geruchloses Gas; ein tödliches Gift, das unbemerkt durch "inneres Ersticken" zum Tod führen kann (Kohlenmonoxid verdrängt den Blutsauerstoff und haftet sich stattdessen an das Sauerstofftransportmittel Hämoglobin in den roten Blutkörperchen) .

CO entsteht, wenn Holz oder Kohle durch mangelnde Sauerstoffzufuhr nur ungenügend verbrennt. Deshalb sollte in keinem Fall Holzkohle in geschlossenen Räumen verbrannt werden.

 

Warnmelder sollen alarmieren, aber sie können keine Brände verhindern. Um einen (rechtzeitig bemerkten) Brand noch in der Entstehung bekämpfen zu können, bieten sich Feuerlöscher an. Der Nutzer hat die Wahl zwischen sog. Pulverlöschern oder Schaumlöschern. Welcher Typ individuell besser geeignet ist, hängt von den möglichen Einsatzorten ab - da hilft sachkundige Beratung beim Kauf.

 

Ein Sonderfall ist die Küche. Die in Brand geratene Bratpfanne darf in keinem Fall mit Wasser gelöscht werden - eine Fettbrandexplosion wäre die Folge. Hier wäre eine in Herdnähe aufbewahrte Feuerlöschdecke, ein Topfdeckel oder noch besser bei Fettbränden ein Feuerlösch-Spray, das Mittel der ersten Wahl - der Feuerlöscher kommt zum Einsatz, wenn das Feuer schon auf  das umgebende Mobiliar übergegriffen hat.

 

Übrigens: In der Küche ist ein normaler Rauchmelder nicht hilfreich. Dampfwolken lösen Fehlalarme aus. Für Küchen gibt es spezielle Warnmelder, sofern dort ein solcher benötigt wird.