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Kultur & Heimat MUNSTER Sehen & Hören & Staunen

  

Wir fördern und erweitern das kulturelle Leben in der Stadt Munster durch

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Impressionen - Munster, Umland & mehr

Glaskunst, Haydn-Orchester, Stadtbücherei, Wassermühle, Schäfergruppe, Lilli Marleen, Niedersachsenbrunnen...

                                                                    Bilder:

Fotos, Filme, Skizzen, Pläne, Zeichnungen, Grafiken, Drucke, Silhouetten, Gemälde,

Plastiken, Skulpturen, Modelle ...

 

 

Menschen und Lebewesen vergehen, Bilder überdauern.

    Bilder sind festgehaltene Erinnerungen.

        Erinnerungen beinhalten gemachte Erfahrungen.

            Erfahrungen der Vergangenheit lassen in der Gegenwart planen und handeln.

                Planungen und Handlungen der Gegenwart prägen die Zukunft.

 



Mal eben draufgeschaut...


Die 5 prämierten Bilder aus dem Fotowettbewerb zur Glasausstellung

1. Preis

 

Die Aufnahme aus dem Bibliothekssaal hat Manfred Sarnowski aus Schierensee (Kreis Rendsburg-Eckernförde) eingereicht.

Im Original besticht das Bild durch technische Perfektion, alle Bildteile sind über die gesamte Tiefe scharf durchgezeichnet. Die primär ins Auge fallenden Objekte sind sauber freigestellt,  das Bild ist ausgewogen in Vorder-, Mittel- und Hintergrund aufgeteilt.

Trotz des nahezu quadratischen Bildformats ist die Fläche harmonisch, aber nicht langweilig, ausgefüllt.

 

Die (als Person nicht identifizierbare) Besucherin signalisiert Anwesenheit in einer „Ausstellung von gläsernen Gegenständen“. Inhaltlich vermittelt diese Aufnahme das Thema „Ausstellung - Glaskunst und Garten“ in optimaler Weise.

 

 

2. Preis

 

                                                                                                                                                                                  Das Glasobjekt stand während der Ausstellung hinten im Saal der Bücherei, im Winkel von Treppe und Rückwand.  Das Kunstwerk entspricht weitgehend  der anatomischen Realität. Details waren somit nur bei nahem Herangehen an die Skulptur identifizierbar.

 

Die Aufnahme von Dieter Reichert aus Faßberg wird durch geschickte Raumaufteilung vor schwarzem Hintergrund zum Blickfang, Details kommen durch penible Bearbeitung des Fotografen sehr gut zur Geltung (Farbe, Oberfläche, Struktur), machen dem Betrachter die sorgfältige Gestaltung des Objekts durch den Glaskünstler erst bewusst.

 Optisch „übertrumpft“ das Bild infolge der fototechnischen Nachbearbeitung (ausgeblendeter Hintergrund, Farbintensität) beinahe schon das Original - ein gelungenes Beispiel dafür, dass nicht jede "Nachbearbeitung" einer fotografischen Aufnahme eine "Fälschung" bedeutet!

 

 

3. Preis

Volker Heimann aus Munster hat die Objekte stimmig nach dem "Goldenen Schnitt" ins Format eingepasst, die Diagonale aus unbeschattetem Wasser bringt Spannung ins Bild. Die Details der Glasstruktur sind sehr gut ausgearbeitet, Licht und Schatten zeigen im gesamten Bild ein ausgewogenes Spiel. Der Reiz von Objekt und Siegelung kommt sehr gut zum Tragen, kleine Wellen zeigen den Standort im Wasser der Örtze an, die Objekte stehen jedoch in glattem Verlauf der Oberfläche und werden so besonders betont.

 

 

4. Preis

Lothar von Alm aus Munster hat  mit „Sterngucker und Luna“  die (beiden einzigen) Arbeiten eines Glaskünstlers (Carmelo Lopez)  hinter dem Ollershof in einem Bild zusammengefasst.

Die Skulpturen füllen das Format gut aus, ein gekonnter Einsatz der Lichtführung  konzentriert den Blick auf die sauber freigestellten Objekte, fremde Elemente verschwinden unauffällig im Hintergrund.

 

Auch hier zeigt sich ein Vorteil der Fotografie gegenüber dem realen Objekt:  Während - abhängig vom Standpunkt des Betrachters - beide Plastiken zumeist rein weiß imponierten, bringt das Bild die Blauanteile im Glas anschaulich zur Geltung. Die geschickte Wahl des Lichteinfalls löst die massive Schwere der Skulpturen auf und lässt sie leicht und transparent erscheinen.

 

 

 

Jugendpreis

Diese kleine Pyramide aus Flachglasscheiben und Trinkgläsern stand etwas abseits am Rand der Wiese vor der Kirche St. Urbani nahe der Rosenstraße und der Straße Am Eickhof.

Mia Bockelmann (15 Jahre) aus Bispingen  verstand es in hervorragender Weise, dieses unauffällige Objekt zum Gegenstand des Interesses zu machen. Formatfüllende Raumaufteilung, Spannung durch Diagonale zwischen hellen und dunklen Bildteilen und betonte Vertikale sowie der Blick aus der Froschperspektive vermitteln dem Betrachter die gestalterische Begabung der jungen Fotografin.

Das Bild zeigt Anteile des Umfeldes, die den Standort in der Natur bestimmen lassen, das Objekt steht klar abgegrenzt. Die sorgfältige Belichtung dieser Gegenlichtaufnahme ist durch die Erkennbarkeit der Spitzenelemente auf der Pyramide dokumentiert: Die Sonne steht hinter der Spitze, überblendet aber nicht die Details. Die Aufnahme bringt die Eigenschaften des Werkstoffs „Glas“ sehr gut zum Ausdruck: Transparenz, Formenvielfalt, Belastbarkeit.

 

 

 

Zur Arbeit der Jury

Zum dritten Mal in Folge begleitete der Kultur- und Heimatverein Munster e. V. die Internationale Glasausstellung "Glasplastik und Garten" mit einem Fotowettbewerb.

An der Ausschreibung zur "11. Internationalen Ausstellung Glasplastik und Garten 2019", die in der Zeit vom 17. August bis 8. September in Munster stattfand, beteiligten sich
8o Fotografinnen/Fotografen mit insgesamt 231 Bildern. Der jüngste Teilnehmer zählte 13 Jahre, der älteste 82.

 

Die Teilnahmevoraussetzungen konnten den im Stadtgebiet verteilten Flyern und dieser Website (Downloads) entnommen werden. Vier Bedingungen mussten erfüllt sein: Mindestalter 12 Jahre, ausschließlich Papierabzüge in (ungefähr) DIN A4-Format, maximal 3 Aufnahmen pro Teilnehmer mit Motiven aus der laufenden Ausstellung, Einsendeschluss 18.09.2019.

 

Die Jury setzte sich aus drei Personen zusammen: Ingrid Bomme, gelernte Fotografin, Wiking Dürre und Achim Landherr, beide ambitionierte Amateurfotografen.

Vereinsvorstand Hartwig Keinert sammelte die eingereichten Fotos und anonymisierte sie mit Nummern. Die Jurymitglieder waren gehalten, nur die Bildseiten zu betrachten, um nicht durch mögliche Anmerkungen auf der Rückseite in ihrem Urteil beeinflusst zu werden.

 

Bei den Bewertungen hatten die Juroren zwei Aufgaben zu erfüllen: Aus den eingereichten Beiträgen waren 30 Bilder auszuwählen, die in der Zeit vom 24. September bis 12. Oktober im Saal der Stadtbücherei präsentiert werden sollten, daraus waren jene fünf Aufnahmen für die Preisvergabe am 12. Oktober zu ermitteln.

 

Den Teilnahmebedingungen zufolge waren ursprünglich nur vier Preise vorgesehen, aber als sich nach dem Einsendeschluss ein Fünftel der Teilnehmer als Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren herausstellte, beschloss der Vereinsvorstand, für diese Gruppe einen Sonderpreis auszuloben. Hintergrund dieser Entscheidung war der Umstand, dass drei Jahre zuvor nur drei Jugendliche beim Wettbewerb mitmachten; obwohl damals eigene Preise für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren ausgeschrieben worden waren.

 

Die Auswahl fiel den Jurymitgliedern schwer - alle eingereichten Aufnahmen hatten die Qualität, in einer Ausstellung vorgezeigt zu werden. So war der verfügbare Raum letztlich begrenzender Faktor - anstelle der verfügbaren 16 Flächen für 30 Aufnahmen wären 124 Flächen für alle 231 Fotos erforderlich gewesen.

 

Die Preisverleihung fand in Gegenwart von Bürgermeisterin Christina Fleckenstein statt. Hartwig Keinert nahm die Vergabe der Preise vor, Achim Landherr erläuterte die Entscheidungen der Jury.  "Gerade wurden die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha beendet. Da wurde gemessen wie weit ein Speer flog, wie hoch die Stabhochspringer sprangen, wie schnell die Läufer waren - es entstanden objektive Daten. Anders ist es bei Disziplinen wie Tanzen oder Turnen oder Synchronspringen vom Turm - da ist die Entscheidung letztlich subjektiv", leitete das Jurymitglied seine Ausführungen ein. "Natürlich wurde bei der Preisvergabe streng auf die Einhaltung fotografischer und gestalterischer Regeln geachtet, alle Bilder wurden eingehend diskutiert", bestätigte  Hartwig Keinert, der die Arbeit der Jury überwachte.

 

Die oben stehenden Aufnahmen sind durch (mehrfache) Übertragungen vom Absender bis in diese Website in ihrer Abbildungsqualität etwas beeinträchtigt, sodass für vergleichende Betrachtungen nur die Originale wirklich aussagekräftig sind. Insbesondere die Farben werden nach Farbton, Helligkeit und Sättigung von jedem Monitor anders abgebildet.