Arbeitskreise

Die Naturkundegruppe

V. l. n. r.: Hartwig Keinert, Werner Heidrich, Gisela Scholz, Adolf Köthe, Wulf Oelrich, Willi Peters, Dieter Breuer

Der Arbeitskreis Heimatpflege  teilt sich - ohne scharfe personelle Trennung - in die Arbeitsgruppen "Heimatforschung" und "Naturkunde".

Sprecher des Arbeitskreises (und damit für beide Gruppen) ist Werner Heidrich.

 

Die Gruppe Heimatforschung  sucht nach noch unbekannten Fakten, forscht in der Vergangenheit und Geschichte Munsters wie auch in der Region um Munster, im weitesten Sinne in der Lüneburger Heide und darüber hinaus.

In dieser Gruppe sind Werner Heidrich,  Gisela Scholz, Adolf Köthe, Wulf Oelrich, Dieter Breuer,  Jes Dietrich und Achim Landherr (beide nicht im Bild) engagiert.

 

Die Naturkundegruppe  ist vor allem in der Organisation und Durchführung von Führungen und Naturbeobachtungen aktiv. Hier liegt das bevorzugte Betätigungsfeld von Gisela Scholz, Iris Schneider (nicht im Bild) und Werner Heidrich.

 

Jes Dietrich beteiligt sich neben Vorträgen und Mahlvorführungen als ehrenamtlicher Müller in der Wassermühle ebenfalls im Arbeitskreis Heimatpflege, wie auch Hartwig Keinert, der die Abstimmung der Veranstaltungen des Arbeitskreises mit den anderen Angeboten des Kultur- und Heimatvereins vornimmt.

 

Der Arbeitskreis trifft sich regelmäßig an jedem zweiten Montag im Monat zu Gesprächen und wechselseitigem Austausch in der Lüneburger Straße 7 im Café Restaurant "Zur Wassermühle".

Interessenten und neue Mit-Aktive sind immer gerne willkommen.

 


Plattdüütsch - die zweite Sprache unserer Heimat

Szenen aus der "Plattdeutsche Lesung" am 17. Mai 2018 in der Stadtbücherei

 „Plattdüütsch leevt“ - nach diesem Motto rief  im Jahre 2006 der Kultur- und Heimatverein Munster e.V. den zunächst „Plattdeutscher Gesprächskreis“ genannten Arbeitskreis der heutigen "Munsteraner Plattsnacker" ins Leben.

 

Anlass war eine Anfrage des „Forum Plattdüütsch“ im Landkreis Soltau-Fallingbostel (heute Landkreis Heidekreis) , der festgestellt hatte, dass der Ort Munster bezüglich der Niederdeutschen Sprache einen weißen Fleck auf der Landkarte darstellte.

 

In sehr vielen Ortschaften im Landkreis wirkten bereits seit einigen Jahren Vereinigungen, welche die vom Aussterben bedrohte "plattdeutsche" oder auch "niederdeutsch" genannte Sprache pflegten.

 

Die Niederdeutsche Sprache gibt es nur im Norden unserer Republik.

Durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen vom 05.11.1992 – in Deutschland am 01.01.1999  in Kraft gesetzt – ist sie als eine eigene Sprache geschützt und anerkannt.

 

 

Sprache ist nicht zu verwechseln mit Mundart oder Dialekt. Das Plattdeutsche Idiom kennt seinerseits etliche Dialekte, die sich zum Teil sehr stark voneinander unterscheiden.

 

Durch einen Aufruf  noch im Jahr 2006 kamen ca. 25 Personen zusammen und gründeten den „Plattdüütschen Kring“  (Plattdeutscher Gesprächskreis). Dieser Kreis, mit dem heutigen Namen „Munsteraner Plattsnacker“, trifft sich jeden 1. Montag im Monat (bei einem Feiertag am 2. Montag) im „Heimathaus Ollershof“.

Es wird geklönt, es wird gesungen und es werden Geschichten erzählt.

Jeder, der plattdüütsch sprechen mag, ist herzlich willkommen und eingeladen.

 


Die Wassermühle

Die Wassermühle - von der "Wassermühle" aus gesehen...

 

Die unterschlächtig ausgeführte Wassermühle in Munster ist erstmals 1556 in der Mühlenakte der Pachtmühle zu Bockum (heute Ortsteil der Gemeinde Rehlingen bei Amelinghausen) erwähnt („unterschlächtig“ bedeutet, dass das Wasser das Mühlrad am Unterrand durchströmt und antreibt).

 Die erste  „amtliche“  Eintragung erfolgt 1643 im Kirchenbuch der St.Urbani Kirche Munster.

Die Mühle, der Müller und  mehr...

 

Ursprünglich war die Mühle mit nur einem Mahlgang als reine Schrotmühle konzipiert.

 

1820 wurde die Mühle um einen Mehlgang mit Sechskantsichter (sechsflächige Siebtrommel zum Aussieben des Mehls) erweitert.

 

Eine Ölmühle mit einem eigenen Mühlrad ergänzte den Mühlenbetrieb. Diese Ölmühle arbeitete aber nicht rentabel und wurde 1910 zusammen mit dem Mühlrad wieder abgebaut.

 

1949 stellte der letzte gewerblich arbeitende Müller den Mahlbetrieb wegen Verlandung des Mühlenteichs ein. Das Wasser brachte nicht mehr genügend Energie, um das Mühlrad anzutreiben.

 

In den 1960er Jahren wurde der Mühlenteich durch Soldaten der Bundeswehr entschlammt und gereinigt. Damit entstand ein schöner See im Zentrum der Stadt.

 

1975 erwarb die Stadt Munster das Gebäude  und führte erste Restaurierungen durch.

Im Zuge der „1. Landesausstellung- Natur im Städtebau“  1988 wurde die Wassermühle grundlegend restauriert. Sie erhielt auch ein neues Wasserrad, komplett aus Holz, und wurde gleichzeitig als „technisches Baudenkmal“ deklariert.

 

Seit dieser Zeit ist die Mühle voll funktionsfähig und wird der Öffentlichkeit an bestimmten Tagen zugänglich gemacht.

 

2011 musste das nach 25 Jahren marode gewordene Holzrad durch ein Stahlrad ersetzt werden. Eine Spendenaktion unter der Federführung des Kultur- und Heimatvereins ermöglichte den Austausch.

 

Seit 2014 betreiben Mitglieder des Vereins die Mühle für die Öffentlichkeit.

 

An diesen festen Öffnungstagen finden Vorträge und Mahlvorführungen statt:

 

                     Deutscher Mühlentag                      (Pfingstmontag)

                     Tag des offenen Denkmals             (2. Sonntag im September)

                     Mahl- und Backtage des Kultur- und Heimatvereins

 

Außerhalb dieser Festzeiten können Mahlvorführungen für Gruppen

von  5 - 20 Personen bei der Munster Touristik (Tel. 05192 8998-0)   oder bei

Hobbymüller Jes Dietrich
(Tel. 05192 898 160) 
vereinbart werden.